Gedicht von Maria

Maria, geboren einst wie jedes andere Kind auch.
Geprägt durch einen harten Schicksalsschlag
Traumatisiert von den Grausamkeiten anderer.
Die Mutter wünschte für Maria das Glück für jeden Tag; tat ihr bestes.
Maria, das friedfertige Kind, das niemandem was zu leide tat.
Die Sensibilität eines Kindes, geprägt durch Mutters Wärme und Geborgenheit.
Sensibilisiert durch gewaltfreie Erziehung, soll plötzlich erlernen, wie man Gewalt anwendet oder sie toleriert?
Geschlagen auf dem Schulweg, weil es lieber mit Mädchen zusammen ist.
Maria, das Kind, das die Gewalt erlernen solle, damit es durchkommt?
Etwa für den Krieg, der vielleicht bevorsteht?
Oder etwa um sich zu verteidigen, um Gewalt mit Gewalt zu beantworten?
Maria das Kind, das sich nicht umkrempeln lässt.
Das Kind, das andere irritiert wegen seinem Verhalten.
Maria das Kind, welches neugierig seine Umwelt ertastet.
In jedem anderen Kind nichts Böses sieht.
Maria, ein Kind, das einfach sich selber sein will.
Maria, ein transidentisches Kind; eines von vielen.
Ein Vulkanismus von Ignoranz diese als nichtexistent versenkt wie einst Atlantis!
Ein Kratersee entsteht.
Gefüllt voller Tränen trauernder, sensibler Seelen im falschen Körper.
Von selbsternannten Fachleuten die Behauptung:
Es gibt bei uns keine Vulkane und keine Kraterseen!
Maria, das sensible Kind, welches man zurechtbiegen könne.
Ein freiheitlich, speziell denkendes Kind könnte vielleicht gefährlich werden.-
Maria, ein spezieller Junge, der im Bewusstsein keiner ist - einer von vielen!
Maria, das Kind, welches das Patriarchat ins Wanken bringen könnte.
Nicht den gewünschten Vorstellungen entspricht.
Maria, ein Mädchen im Körper eines Jungen.
Erst im Alter mit 36 wird es geboren; getraut sich zu öffnen.
Wagt sich mit ihrer Identität endlich an seine Mutter.
Es sucht nach Gleichgesinnten.
Maria realisiert zusammen mit anderen Betroffenen die Ursache der Quellen,
die die Tränen verursachen und den Kratersee speisen.
Transidentische Leute schöpfen endlich Hoffnung.
Es sind Arroganz und Ignoranz, die die Quellen speisen.
Zusammen mit anderen Betroffenen kämpft Maria für ihre Daseinsberechtigung.
Die Quellen versiegen, eine wunderschöne Hochebene entsteht voller Blumen und Licht.
Die Hoffnung auf den ersehnten Einklang mit dem eigenen Körper wird Wirklichkeit für viele Menschen als Mann oder Frau!!!
Scharfe Lichtschatten erscheinend trennen von der schweren Vergangenheit.
Glutrot erscheint die aufgehende Sonne am Horizont.
Ein neuer Tag beginnt!
Maria

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