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Marias Schicksal
Maria wird im Jahr 1968 geboren. Wie alle Kinder kann sie sich nicht an die ersten drei Lebensjahre zurückerinnern. Sie wurde geboren im falschen Körper. Patrick war der Name, der ihr ihre Mutter gab nach dem Geburtsgeschlecht. Doch Patrick war schon immer Maria. Bereits mit fünf identifizierte sie sich mit Mädchen. Sie ist keineswegs das, was man einen richtigen Jungen nennen kann. Sie war meistens zu zweit mit einem Mädchen am Spielen. Dabei stellten die Erwachsenden eine anhaltende Harmonie fest. Maria liebe es, mit ihrer Nachbarin auf die Wiesen zu gehen und einfach Blumen zu pflücken und Freude an ihnen zu haben. Sie ist sich sicher, dass sie später einmal eine Frau sein wird. Im Kindergarten sucht sie den Kontakt zu Mädchen. Sie spielt zwar selten mit Puppen. Doch das Empfinden ist eindeutig weiblich. Maria nimmt Frauen, besonders wenn sie noch schwanger sind, als Vorbild. Sie denkt, dass sie, wenn sie gross sei, auch Kinder bekommen könne. Was es für die Zukunft bedeutet, einen Penis zu haben, weiss sie noch nicht.
Maria verbringt einen grossen Teil draussen in einem Park, wo sie sich mit anderen Mädchen trifft, mit den sie die Blumen pflückt. Sie hat Freude an Tieren und möchte am liebsten einen Esel, auf dem sie reiten könnte. Maria ist sehr unbeschwert, ist am liebsten zu zweit unterwegs und liebt das Friedfertige. Im hohen Gras der Parkanlage verbringt sie ganze Nachmittage mit Freundinnen. Im Kindergarten sucht sie den Kontakt mit Mädchen - Solche, die etwas älter sind nimmt sie als Vorbild.
Maria möchte einen Bikini, einen Rock und ein Kleid sowie lange Haare- Es kommt zur Aufklärung, dass das nicht geht, weil sie halt als Junge zur Welt gekommen sei und sich später zu einem Mann entwickeln werde. Für Maria ist diese Antwort sehr schlimm. Sie machte sich Hoffnungen, dass sie sich später trotzdem in eine Frau entwickeln würde.
Maria verbringt ihre Freizeit immer zu zweit oder zu dritt mit Mädchen oder einzelnen Jungs, die eher sensibler sind. sind. Maria ist ein sehr friedliches Kind und wird im Kindergarten deshalb sehr geschätzt. Die Kindergärtnerin sagt zu Marias Mutter, dass sie ein sehr spezielles und hochbegabtes Kind hat, das später eine besondere Laufbahn einschlagen würde. Maria lebt einfach den Tag hinein und liebt die Friedfertigkeit. Sie geht auf andere Kinder zu ohne Aggression. Sie sucht sich einfach andere Kameraden, mit denen sie sich austauschen und friedlich spielen kann. Maria verbringt oft ganze Nachmittage draussen im Garten zusammen mit den Blumen. Sie hat eine Faszination für Tiere. Die Schafswiese wird zur Attraktion und besonderes Interesse entwickelt sie für Aquariumfische. Maria ist genau das Gegenteil, wie sich sonst andere Jungs verhalten. Besonders Auffällig ist, dass sie typische Jungenspiele meidet wie auch Gruppen von Jungs. Maria versucht letzteren aus dem Wege zu gehen. Lieber spielt sie mit anderen Mädchen oder ist einfach gerne draussen beim Radfahren oder Rollschuhlaufen. Spass hat sie auch am Schlitteln und Baden.
Der Besuch beim Schulpsychologen lässt graue Wolken heranziehen. Maria ist ein Scheidungskind. Ihr Vater ist Kriegswaise und hat eine Familie nicht verkraften können. Nach dem Besuch beim Schulpsychologen erhält die Mutter einen Brief mit der Bemerkung:" Bewilligt wird nur die Hilfsschule oder die Einweisung in ein geschlossenes Heim". Der Schulpsychologe hat Maria innert nur 20 Minuten als ein minderbegabtes Kind diagnostiziert. Das Argument:" Das Kind müsse sich erst im Sozialverhalten zum richtigen Jungen durchmausern, bevor man es in die Schule schicken könne!" Ohne Erfolg setzen sich zwei Kindergärtnerinnen und eine Psychologin für Maria und ihre Mutter ein". Die Schulbehörden treiben Marias Mutter beinahe in den Selbstmord!
Maria verbringt ein weiteres halbes Jahr in einem Kindergarten und die restlichen sechs Monate in einem Speziellen Vorschulkindergarten auswärts. Dort sind nur Jungs und Maria ist so gut wie auf sich alleine gestellt. Maria kommt mit dem Verhalten der anderen nicht zurecht. Auf der Schulreise kommt es zu einer Massenstreiterei, die sie aus weiterer Entfernung beobachtet. Sie ist froh nicht hineingezogen zu sein. Merkwürdigerweise ist diese Massenstreiterei für alle anderen Kinder das tollste Erlebnis an der Schulreise gewesen.
Im Sommer 1976 kommt Maria in die Schule. Maria versteht sich mit den Mädchen sehr gut- Wird sie jedoch mit einer Horde Jungs konfrontiert, so wird sie praktisch immer auf die "Probe" gestellt und geneckt. Maria versucht den Kontakt zu Jungs, vor allem wenn sie in Gruppen auftreten, zu vermeiden. Maria eckt aber noch dadurch an, dass sie keine körperlichen Wettkampfspiele mag, sich überhaupt nicht für Autos und Sport interessiert und bereits in diesem jungen Alter eine romantische Ader hat. Die schulische Leistung von Maria ist vorbildlich.
Nach den Sommerferien 1977 wandelt sich das Blatt. Mehrere Schüler aus der vierten Klasse beginnen Maria pausenlos als Abartig zu beschimpfen und auf dem Schulweg muss Maria plötzlich Prügel einstecken. Meistens sind es ganze Gruppierungen, von denen sie aufgelauert wird. Maria wird derart in den Bauch geschlagen, dass sie am Boden sich vor Schmerz krümmend liegen bleibt. Maria versucht der Gewalt zu entkommen, indem sie Umwege in die Schule macht oder die Zeit abwartet, bis die Schule schon begonnen hat- Sie kommt oft zu spät zur Schule. Teilweise versucht sie auch der ersten Schulstunde fernzubleiben und versteckt sich im Gebüsch.
Es erfolgt eine Beschwerde an die Schulbehörden der Lehrerin und Aussagen von Maria, sie würde andauern auf dem Schulhof oder auf dem Schulweg zusammen geschlagen, lassen die Lehrer nicht gelten. Maria wird bestraft, weil sie andere Schüler genannt hat, die sie zusammengeschlagen haben. Die Mutter von Maria bekommt einen Brief von der Schulbehörde, dass Sanktionen ausgeführt werden, wenn Ihr Kind weiterhin zu spät in den Unterricht kommen würde. Man lastet Maria an, sie würde auf dem Schulweg trödeln.
Maria vereinsamt, die Schulleistung fällt und Zuhause kommt es zu Standpauken wegen der Schule. Die Mutter von Maria hat panische Angst vor Sanktionen der Schulbehörden. Wegen der Gewalt entwickelt Maria ein apathisches Gehabe. Zu anderen Kindern hat sie kaum mehr Kontakt. Sie hat nur noch wenige Freunde ausserhalb des Schulkreises. Vom einst unbeschwerten, fröhlichen Kind entwickelt sich Maria innert wenigen Wochen in ein verdrücktes, ängstliches Wesen. Die ganze Zeit wird Maria beschimpft, gehänselt und zusammengeschlagen. Sie hat es längst aufgegeben, irgendwelche Hilfe zu erwarten. Gegenüber anderen Kindern, insbesondere gegen Gruppierungen von Jungs, wirkt sie verstöbert und verängstigt. In der Regel rennt sie bei einer Begegnung von solchen davon, was diese umso mehr reizt. Maria beginnt folgende Strategie: In die Strasse hinauszurennen, damit die nachfolgenden Jungs von den Autos aufgehalten werden.
Ihr Verhalten wird als ein gestörtes Sozialverhalten diagnostiziert. Maria soll resozialisiert werden, indem sie einen Teil der Freizeit mit anderen gleichaltrigen Jungs verbringen soll. Die Kinderpsychologin bearbeitet Marias Mutter, das Kind müsse unbedingt zu den Pfadfindern, damit es lernt, sich in eine Gruppe Jungs einzufügen und deren Sozialverhalten zu erlernen. Widerwillig schickt Marias Mutter Maria in die Pfadi.
Bei den Pfadfindern stösst sie ausgerechnet auf jene Jungs, welche sie schon in der Schule die ganze Zeit drangsalieren. Maria muss Demütigungen einstecken, wie sie es noch nie erlebt hat. Sie wird andauernd zusammengeschlagen, bespuckt mitten ins Gesicht und beschimpft. Meist kommt sie heulend nach Hause und versucht auf ihre Verzweiflung aufmerksam zu machen.
Im Sommer 1978 wird Maria ins Pfadilager zusammen mit ihren Peinigern geschickt und verlebt dort die reinste Hölle. Das Programm besteht vorwiegend aus körperlichen Wettkampfspielen, die Maria hasst wie die Pest. Wenn sie in einer Wiese zu verweilen beginnt, wird sie aufgehetzt und ausgeschimpft. Gegenstände werden ihr nachgeschmissen. Es ergibt sich folgende Situation: Maria hat ständig etwa 20 andere Jungs im Rücken, die sie im Chorgesang hänseln und Steine nach ihr werfen, während sie weinend vor ihnen davonrennt.
Die Mutter verweigert ihr sogar, als sie weinend am Besuchstag auf sie zu rennt voller Verzweiflung und sagt, dass die Koffer schon gepackt seien, dass sie mit nach Hause darf. Was Maria nicht erfährt: Ihre Mutter wurde von den zwei Begleitern bearbeitet, dass diese Pfadfinderei unbedingt durchgezogen werden müsse. Das Kind müsse endlich die richtige Kurve kriegen. In einer Verzweiflungsaktion springt Maria aus dem dritten Stock und verletzt sich an der Wirbelsäule. Maria erwacht drei Stunden später und hat Schmerzen. Der Vorfall wird von der Lagerleitung verheimlicht.
Maria ist inzwischen bereits schwer traumatisiert, lebt nur noch deprimiert vor sich hin. Wegen der Angst vor der Schule beginnt sie sich zu verspannen wie ein Brett und nachts hat sie pausenlos Albträume. Sie beginnt zu Schlafwandeln und nachts zu schreien. Die ganze Lebensfreude und das Selbstbewusstsein des einst fröhlichen Kindes wurde buchstäblich zerstört. Maria wird psychosomatisch krank, klagt über Rückenschmerzen und beginnt ihre Probleme in sich hineinzufressen. Sie weiss genau, dass sie ihre weibliche Identität keinesfalls nach aussen zeigen darf, weil sonst weitere Zwangsmassnahmen drohen.
1979 darf sie mit Ihrer Mutter und einer Freundin von ihr und noch einem Kind mit ans Meer. Maria schnorchelt gerne und ist fasziniert von den vielen Fischen. Der Sohn der Freundin Marias Mutter provoziert Maria andauernd zu Kämpfereien. Maria sagt, dass sie das nicht möchte. Andauern wird sie von diesem recht kräftigen Jungen provoziert. Das Fass läuft über und Maria stellt sich wider ihres Willens. Es kommt zu einer Schlägerei. Maria ist stärker und der ständige Peiniger flüchtet auf die Felsen, stürzt und verletzt sich. Maria tut es leid, dass er sich verletzt hat und sagt: das habe sie nicht gewollt. Maria begreift es einfach nicht, warum der andere immer Streitereien anzetteln muss. Maria realisiert jedoch, dass sie Anspielungen von anderen radikal beenden kann, indem sie sich wehrt. Maria ist so kräftig, dass sie fast allen Gleichaltrigen die Stirn bieten kann was sie allerdings gegen ihren Willen tut. Maria bekommt dadurch noch mehr Aerger.
Maria beschäftigt sich in der Freizeit vor allem mit Sachen, die alleine ausgeübt werden können. Sie darf sehr oft in den Wald mit ihrer Mutter zum Pilze sammeln. So entdeckt Maria eine Leidenschaft für ihr Leben. Die Natur ist das einzige, was Maria noch über Wasser hält. Maria sucht sich ihren kleinen Freundeskreis bei jüngeren Kindern ausserhalb der Schule aus und bevorzugt ihre Freizeit zu zweit zu verbringen. Cliquen lehnt sie ab. Sie lehnt nach wie vor typische Jungeninteressen ab wie Autorennen, Sportsachen, Sportsendungen und Kampfspiele, was von der Erwachsenenwelt nicht verstanden wird. Besonders männliche Kollegen der Mutter beginnen Maria und ihre Mutter erneut zu bearbeiten, die Pfadfinderei und der Fussball seien was ganz tolles. Maria bekommt panische Angst, sie könnte nochmals für solche Sachen gezwungen werden. Stattdessen identifiziert sich Maria mit weiblichen Comicsfiguren, älteren Mädchen und weiblichen Kinderstars wie Pippi Langstrumpf. Deutlich macht sich ihre Identität bemerkbar, als ein angefreundeter Junge ihre Biene Maya Hefte liest. Maria identifizierte sich mit den darin vorkommenden weiblichen Figuren, während sich der andere Junge die Hefte eher aus Langweile ansieht und sich bestenfalls mit dem Oberst identifiziert. Maria sieht sich die Hefte des Jungen an (Silberpfeil, Bessie) und identifizierte sich in diesen mit den weiblichen Figuren. Wenn so was kein Anzeichen ist!!!!
Mit Ach und Krach schafft Maria den Uebertritt in die Sekundarstufe. Die Pubertät setzt ein. Marias Identitätsprobleme eskalieren. Ihr Körper, der sich zu verwandeln beginnt, wird ihr fremd, während sie die pubertäre Entwicklung der Mädchen mit Neid beobachtet. Maria setzt alles daran, dass sie eines Tages körperlich als Mädchen aufwachen würde. Doch die Pubertät ist in dieser Hinsicht grausam. Maria versucht sich gegen den Stimmbruch zu wehren. Das Geschenk der Mutter, als sie 16 wird, ist ein Rasierapparat. Für Maria ist das ein Gefühl, als wie man ihr ihre Seele und ihr Herz abstechen würde. Maria reisst sich die Barthaare mit Gewalt aus und hofft, die körperliche Entwicklung abzuwenden können, indem sie ihren Körper kasteit. Mit der erwachenden Sexualität kommt Maria nicht klar wie auch mit den körperlichen anatomischen Merkmalen des männlichen Geschlechts. Maria beginnt über ihren Körper in der dritten Person zu reden, weil er ihr fremd ist.
Maria hat sich schon immer in weibliche Figuren hineingedacht. Früher sind es Comics Figuren gewesen. Jetzt sind es junge Frauen, in die sich hineindenkt. Sie drückt ihre Körperlichkeit buchstäblich weg.
Im Alter von 16 Jahren wird Maria ernsthaft krank und muss ins Spital. Marias Gesundheitszustand ist sehr schlecht. Trotz Schmerzen hat man sie jahrelang über Sportplätze gehetzt, was ernste Schäden hinterlassen hat. Maria hat man angelastet, sie würde simulieren, damit sie sich vor dem Sportunterricht drücken könne. Maria hat sich über Jahre derart verspannt, dass es zu ernsten Problemen gekommen ist. Sie erholt sich nur langsam und die Berufswahl wird deshalb schwierig. Besonders das totale Desinteresse an körperlichen Leistungsspielen hat die anderen Schüler sowie die Sportlehrer provoziert. Maria hat während den Sportstunden und besonders auch in den Umkleideräumen massive Demütigungen einstecken müssen in Form von Belästigungen.
Mit perfiden psychischen Tricks und Druckmittel wird Maria dazu gebracht, die vierte Sekundarstufe in einem Internat zu absolvieren. Dort kommt sie wieder in eine Teufelsspirale. Die anderen Jugendliche, Mädchen hat es dort keine, merken, dass mit Maria etwas anders ist. Das totale Desinteresse an Sex und der Ekel vor Pornografie irritieren die anderen. Per Zufall wird Maria an der Brust berührt. Sie fühlt sich als Frau und macht entsprechend eine Abwehrreaktion. Aus "Spass" beginnen die anderen, sie extra dort zu betatschen. Es kommt zu sexuellen Belästigungen, die allerdings nichts mit Lust zu tun haben. Sie dienen zur Belustigung der anderen und Mobbingzwecken.
Maria will das Internat abbrechen. Doch sie wird unter Druck gesetzt mit dem Argument, wenn sie das Institut abbrechen würde werde sie keine Lehrstelle finden. Maria beginnt eine Handelschule. Leider wird sie wieder krank und die Ausbildung muss abgebrochen werden. Erst mit 26 Jahre kann Maria die Handelschule, allerdings mit einer Glanzleistung, abschliessen.
Die Tatsache, dass sie nicht ihre wahre Identität leben darf, belastet Maria wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang. Bis auf wenige Ausnahmen ist sie todunglücklich. Jemanden, der ihr wirklich helfen kann hat sie noch nicht gefunden. Maria musste erfahren, dass das Leben ihrer wirklichen Identität Repressalien nach sich zieht. Die zahlreichen Sozialisierungsmassnahmen während ihrer Kindheit hat Maria als Strafe empfunden. Sie hat schwere Schuldgefühle.
Als Kind ist Maria über 12 Jahre bei einer Kinderpsychologin wöchentlich gewesen. Als Erwachsene hat sie über fünf Jahre lang verschiedene Psychologen und Psychiater besucht. Maria hat also insgesamt 17 Jahre Therapie hinter sich. Verändert an ihrer Identität hat sich nichts. Die Fachleute sind auf Marias Identitätsprobleme kaum eingegangen. Maria fühlt sich nicht erst genommen und ist gegenüber anderen Menschen sehr misstrauisch geworden. Die Fachleute haben Maria mit bestimmten Aeusserungen fast in den Selbstmord getrieben.
In Maria entsteht ein Stau, weil sie mit ihrer Körperlichkeit nicht klarkommt. Die Probleme werden immer heftiger. Mit 32 beginnt sie eine selbstständige Tätigkeit und hofft, auf diese Weise ihre Transidentität begraben zu können und in eine Zukunft zu blicken als Mann, den sie aber nicht ist. Ihre Rechnung geht nicht auf.
Es kommt zum Burn out Syndrom und zum totalen Zusammenbruch mit 37 Jahren. Maria stürzt bei einem Schwächeanfall und verletzt sich so schwer, dass sie vier Wochen in ein künstliches Komma verlegt werden muss. Die nächsten zehn Wochen verbringt sie in Kliniken.
Sie erhält schliesslich den Austrittsbericht. Unter anderem stand darin, dass sie eine Störung der Geschlechtidentität hat in Form von Transsexualität. In ihrer Verzweiflung hat sich Maria an einen Psychiater gewendet, der sie weitervermittelt hat an einen anderen Psychiater.
Maria ist heute stark geprägt durch ihre teils traumatischen Erlebnisse während der Jugend und in der Wesensart eher scheu. Sie kann ihre Vergangenheit nur schlecht wegstecken. Als Kind hat Maria mädchenhaft gewirkt und man hat sie deshalb oft für ein Mädchen gehalten. Die anderen Jungen haben sie deswegen gehänselt und als abartig beschimpft. Marias Selbstbewusstsein ist sehr stark geschwächt. Insbesondere haben die Erzieher früher den Spiess einfach umgedreht und Maria andauern zurechtgewiesen. Marias Mutter hat man angelastet, sie hätte Maria zu einem Mädchen verhätschelt.
Maria ist heute wieder in der Betreuung bei einem Psychiater. Wie ihre Zukunft aussieht ist ungewiss.
Maria

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