|
Das Geschlecht
Der Begriff 'Geschlecht'
In der deutschen Sprache gibt es keine differenzierten Begriffe für das Geschlecht. Sowohl das körperliche wie auch das gesellschaftliche Geschlecht wird als 'Geschlecht' bezeichnet.
Komponenten der Geschlechtsbestimmung
- Die anatomische Geschlechtszugehörigkeit (Körper)
- Die mentale Geschlechtszugehörigkeit (Bewusstsein - »BSTc«)
- Die soziale Geschlechtszugehörigkeit (Gesellschaft)
Die anatomische Geschlechtszugehörigkeit können wir optisch wahrnehmen. Sie ist also die sichtbare Geschlechtszugehörigkeit, welche uns für die Mitmenschen als Mann oder Frau erkennbar macht.
Die mentale Geschlechtszugehörigkeit ist für die Mehrheit der Menschen kein Thema. Sie stimmt mit der körperlichen Geschlechtszugehörigkeit überein und so empfindet man sie als selbstverständlich.
Bei Transsexualität stimmen die körperliche und mentale Geschlechtszugehörigkeit nicht überein. Die mentale Geschlechtszugehörigkeit kann nicht mehr verändert (therapiert) werden. Somit kann eine körperliche Geschlechtsanpassung an die mentale Geschlechtszugehörigkeit dem Transsexuellen zu einem zufriedenen Leben verhelfen.
Die soziale Geschlechtszugehörigkeit ergibt sich aus der gesellschaftlichen Struktur der jeweiligen Kultur. So wie die Mehrheit der Menschen, integriert sich auch der transsexuelle Mensch in der Gesellschaft. Nach einer Geschlechtsanpassung ist der transsexuelle Mensch, dank den heutigen medizinischen Möglichkeiten, als solcher nicht mehr erkennbar. Er bezeichnet sich auch nicht mehr als transsexuell, er ist ein Mann oder eine Frau.
Eigenschaften der Geschlechter
Was macht eine Frau nun zur Frau und einen Mann zum Mann?
Komponenten der Eigenschaften der Geschlechter
- Die anatomischen Eigenschaften (Körper)
- Die psychischen Eigenschaften (Empfindungen)
- Die mentalen Eigenschaften (Denkensart)
- Die sozial bedingten Eigenschaften (Gesellschaft)
Mann und Frau sind zwei grundsätzlich verschiedene Wesen. Aber beide Geschlechter haben von beiden Seiten Eigenschaften in sich. Die Natur kennt kein Schwarz-Weiss, sondern vermischte Grautöne. Es gibt also Mann und Frau, aber es gibt nicht DEN Mann oder DIE Frau. Wie ein Mann respektive eine Frau zu sein hat, wird nicht zuletzt auch von der jeweiligen Gesellschaft mitbestimmt.
Das Konstrukt 'Geschlecht'
Verschiedene Transgendergruppierungen (siehe auch Transgender) vertreten die Meinung, dass die Geschlechter nicht natürlich seien, sondern ein Konstrukt der Gesellschaft. Sicherlich hat die Gesellschaft klare Vorstellungen davon, was einen Mann zum Mann macht und eine Frau zur Frau. Diese Vorstellungen sind aus dem natürlichen Zusammenleben entstanden. Das bedeutet aber nicht, dass nun alle Männer gleich und alle Frauen gleich sind.
Individuell dürfen wir in unseren Grautönen existieren und leben. Die Gesellschaft entwickelt sich und verändert ihre Massstäbe andauernd aber es wird immer Mann und Frau geben. Die Folgen der Auflösung der Geschlechter wären wohl als echter Verlust zu bezeichnen, gerade auch für das prickelnde Zusammenleben.

|