Ziel eines transsexuellen Menschen

Was will ein TS?
Sobald ein TS erkannt hat, dass eine Geschlechtsanpassung ihm die Möglichkeit gibt, endlich so leben zu können, wie er sich selber sieht und empfindet, will er diese so schnell als möglich hinter sich bringen.

Warum plötzlich die Eile?
Der TS hat sich über Jahre hinweg mit sich und seinem Problem auseinander gesetzt. Bis er den Entschluss gefasst hat, eine Geschlechtsanpassung zu machen, hat er eine Entwicklung durchgemacht, von der seine Umwelt meist nicht viel mitbekommt. Gegen aussen wirkt es nun so, als ob sich der TS über Nacht für eine Geschlechtsanpassung entschieden hätte.

Psychiatrische Abklärung
Es ist deshalb verständlich, dass der TS relativ ungeduldig darauf reagiert, wenn ihm der Psychiater erklärt: "Das geht alles ein bisschen zu schnell." Der TS weiss, dass er nicht psychisch krank ist oder eine Geisteskrankheit hat. Er braucht keine Therapie, er braucht ein Gutachten für die Operation. Der Psychiater muss jedoch erst einmal aus seiner Sicht abklären, ob keine anderweitigen Probleme vorhanden sind und das benötigt bei einem neuen Patienten seine Zeit. Daraus entsteht ein Konflikt, in dem es sehr verständnisvolle Psychiater benötigt, welche die Situation nicht noch anheizen. Haben Sie schon einmal versucht zu erklären, warum Sie ein Mann oder eine Frau sind, ohne auf den Körper aufmerksam zu machen?
Hier liegt das Problem. Ein TS kann nicht beweisen, dass er ein Mann ist.

Leben in der Gesellschaft als TS
Nun kommt die Phase, in der der Psychiater vom TS erwartet, dass dieser ohne Hormone, ohne körperliche Veränderung im Gegenschlecht des Körpers lebt. Der TS soll sich outen in der Gesellschaft. Wie wirkt das auf die Umwelt? Der TS erlebt nun etwas, das wirklich sehr schwer zu ertragen ist. Er muss sich lächerlich machen um sein Ziel, gesund leben zu können, zu erreichen. Denn TS ist eine Krankheit, die geheilt werden kann und muss, wie dies auch bei anderen Krankheiten geschieht. Aber vorher muss ein TS sich wirklich schweren psychischen Belastungen aussetzen.

Der Druck wird nun immer schlimmer
Eine Frau muss zu ihrem Chef gehen und ihm erklären: "Von nun an bin ich ein Mann, weil ich TS bin und eine Geschlechtsanpassung brauche." Dies ist für den Vorgesetzten eine sehr ernsthafte Situation und muss evtl. auch mit den Kollegen und Kolleginnen besprochen werden. Sprüche wie: "Die will ein Mann werden!", sind fehl am Platz und verletzen den TS. Wenn ihm Fragen gestellt werden, ist jeder TS bereit, offen darüber zu reden und diese zu beantworten. So können interessante Dialoge entstehen und man kann miteinander lernen, wie man sich gegenseitig sieht und erlebt.
Wird der TS von seiner Umgebung als Mann bestätigt, möchte er möglichst schnell den Körper anpassen. Der TS fühlt sich in seiner Haut überhaupt nicht wohl und fühlt auch, wie lächerlich es wirkt, in einem Frauenkörper seinen Mann zu stehen.

Er möchte endlich ganz normal leben! Wie Sie und jeder es tun kann.

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